ORBDAYS 26 – Viva la Riva

Wie Riva del Garda zum Zentrum der Outdoor-Welt wurde
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Zwischen steilen Kalkwänden, mediterranen Uferpromenaden und dem türkisblauen Gardasee verwandelte sich Riva del Garda im Mai 2026 erneut in den wohl spannendsten Treffpunkt der europäischen Outdoor- und Running-Szene. Die ORBDAYS 2026 markierten dabei weit mehr als nur die zwölfte Ausgabe der bekannten Fachmesse: Sie wurden zum Symbol eines grundlegenden Wandels innerhalb der Outdoor-Industrie.

Vom 17. bis 19. Mai strömten, wenn auch die Anreise etwas aufwändiger war als gewohnt, Hersteller, Händler, Athleten, Medienvertreter und Outdoor-Enthusiasten aus über 50 Nationen an den nördlichen Gardasee. Mehr als 400 Marken präsentierten ihre Neuheiten, fünf Messehallen waren komplett ausgebucht, und über 6.000 Fachbesucher wurden erwartet. (saladdaysmag.com)

Besonders auffällig war in diesem Jahr die neue internationale Ausrichtung der Veranstaltung. Durch die strategische Partnerschaft mit der European Outdoor Group positionierten sich die ORBDAYS endgültig als europäische Leitplattform für die Outdoor-Branche. Veranstalter MagNet setzte dabei gezielt auf internationale Händlernetzwerke, Kooperationen mit europäischen Branchenverbänden und eine stärkere Einbindung globaler Marken. (Outdoor & Running Business Days)

Outdoor-Messe statt steriler Business-Kulisse

Was die ORBDAYS von klassischen Fachmessen unterscheidet, ist ihr Erlebnischarakter. Statt nüchterner Messehallen stand erneut das direkte Testen der Produkte im Mittelpunkt. Trailrunning-Schuhe wurden auf echten Bergpfaden gelaufen, Kletterausrüstung an den Felswänden rund um Arco ausprobiert und Hiking-Equipment unter realen Bedingungen getestet. Genau diese Verbindung aus Business und Natur macht den Reiz der Veranstaltung aus. (Outdoor & Running Business Days)

Riva del Garda bot dafür erneut die perfekte Bühne. Die Region zwischen See und Bergen wurde nicht nur Kulisse, sondern Teil des Konzepts. Viele Marken verlegten ihre Produktpräsentationen direkt ins Gelände – von Sunrise Runs entlang des Gardasees bis hin zu Via-Ferrata-Sessions in den umliegenden Bergen.

Die European Outdoor Week hebt das Event auf ein neues Niveau

2026 war außerdem das Jahr der ersten großen „European Outdoor Week“. Rund um die eigentlichen ORBDAYS entstand ein mehrtägiges Rahmenprogramm, das die gesamte Outdoor-Kultur abbildete. Bereits ab dem 14. Mai fanden der Outdoor Impact Summit, Networking-Events für Medien und die sogenannten Activation Days statt. (Diario AS)

Gerade die Activation Days sorgten für Festival-Atmosphäre. Anders als die klassische B2B-Messe richteten sie sich auch an Endverbraucher. Besucher konnten an Trailruns, Yoga-Sessions, Climbing-Workshops und Produkttests teilnehmen. Damit verschwamm die Grenze zwischen Fachmesse und Outdoor-Community-Event zunehmend.

Nachhaltigkeit und Innovation als große Themen

Neben neuen Trailrunning-Schuhen, ultraleichten Zelten und innovativer Climbing-Ausrüstung stand vor allem ein Thema im Fokus: Nachhaltigkeit. Circular Economy, klimafreundliche Materialien und transparente Lieferketten wurden auf Panels und Workshops intensiv diskutiert. Besonders der Outdoor Impact Summit machte deutlich, dass die Branche ihre ökologische Verantwortung inzwischen ernster nimmt als noch vor wenigen Jahren. (Diario AS)

Auch technologische Innovationen spielten eine zentrale Rolle. Von ultraleichten Powerbanks bis hin zu smarter Outdoor-Beleuchtung präsentierten viele Unternehmen Lösungen für eine neue Generation von Outdoor-Sportlern, die Funktionalität, Gewicht und Nachhaltigkeit gleichermaßen erwarten. (Nitecore Italia)

Stimmung zwischen Business und Bergsport

Trotz aller wirtschaftlichen Bedeutung blieb die Atmosphäre entspannt und nahbar. Genau das unterscheidet die ORBDAYS von vielen anderen internationalen Branchenveranstaltungen. Morgens Geschäftstermine, mittags Produkttests am Fels und abends Networking direkt am Seeufer – diese Mischung verlieh dem Event seinen besonderen Charakter.

Viele Teilnehmer sahen in der Ausgabe 2026 deshalb nicht nur eine erfolgreiche Messe, sondern den Beginn einer neuen europäischen Outdoor-Plattform. Nach dem Bedeutungsverlust der vorhergehenden Messe in München scheint Riva del Garda tatsächlich die Rolle des neuen europäischen Outdoor-Hotspots zu übernehmen. (saladdaysmag.com)

Wer in diesem Jahr am Gardasee unterwegs war, konnte jedenfalls spüren, dass hier mehr entstanden ist, als nur ein Branchentreffen: ein Treffpunkt für eine gesamte Outdoor-Kultur – international, sportlich und näher an der Natur als viele andere Messen zuvor.

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